öibf - Österreichisches Institut für Berufsbildungsforschung

[ URL: http://www.oeibf.at/db/calimero/../index.php?class=Calimero_Article&id=13917 ] [ Datum: 13.12.2018 ]

Bericht über aktuelle Entwicklungen des Sozialdialoges bezüglich beruflicher Weiterbildung in Österreich

Betriebliche Weiterbildung, lebensbegleitendes Lernen, Höher-, Weiter- und Anpassungsqualifizierung sind aktuelle Schlagworte. Die Bedeutung und der Nutzen für die Einzelnen, die Unternehmen und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eines Staates werden von kaum jemandem in Frage gestellt. Für die Einzelnen werden der persönliche und karriereorientierte Nutzen und eine bessere Positionierungsmöglichkeit am Arbeitsmarkt hervorgestrichen, für die Unternehmen entsprechend qualifizierte ArbeitnehmerInnen als notwendige Voraussetzung für Bestand und Erfolg betrachtet. Unter gesamtwirtschaftlichem Blickwinkel werden adäquat – an den Strukturwandel angepasst – qualifizierte ArbeitnehmerInnen als zentrales Element für eine hohe Beschäftigungsbeteiligung, niedrige Arbeitslosigkeit und gute Gesamtperformance der Wirtschaft diskutiert. Im vorliegenden Bericht wird der Frage nachgegangen, inwiefern sich diese allgemeine Wertschätzung von Aus- und Weiterbildung und des lebensbegleitenden Lernens auf Ebene der Kollektivverträge bzw. Betriebsvereinbarungen niederschlägt. Neben den allgemeinen Zugängen zu Weiterbildungsfragen der Kollektivvertragspartner stehen dabei insbesondere etwaige Maßnahmen und Initiativen für niedrigqualifizierte ArbeitnehmerInnen sowie FacharbeiterInnen, deren Qualifikationen aufgrund struktureller Änderungen nicht mehr nachgefragt werden, im Vordergrund der Untersuchung: 

Die Ausarbeitung dieser Fragestellungen erfolgte einerseits auf Basis von im Jahr 2000 erfolgten Interviews mit zentralen AkteurInnen des österreichischen Kollektivvertragssystems sowie ausgewählten betrieblichen AkteurInnen, andererseits aufgrund der Analyse wesentlicher Dokumente, wie Kollektivverträgen und exemplarischen Betriebsvereinbarungen.

Projektlaufzeit: Juni 2001
im Auftrag der Hans-Böckler Stiftung
Projektleitung: Peter Schlögl