öibf - Österreichisches Institut für Berufsbildungsforschung

[ URL: http://www.oeibf.at/db/calimero/../index.php?class=Calimero_Article&id=13935 ] [ Datum: 13.12.2018 ]

Grenzüberschreitender Vergleich von Bildungsabschlüssen - Kärnten und Friaul/Julisch Venetien

Der Österreichische Gewerkschaftsbund führte im Rahmen von EURES-EURALP eine Studie zum grenzüberschreitenden Vergleich von Bildungsabschlüssen in der Region Kärnten, Friaul/Julisch-Ventien durch. Kärnten und Friaul/Julisch-Venetien bilden eine europäische Region, die von einer gemeinsamen historischen Vergangenheit und einer langen Tradition der Verständigung und Zusammenarbeit zwischen den beiderseits der Grenze lebenden Bevölkerungen geprägt ist. EURALP ist ein bedeutender Aktionsträger und ein wichtiges beschäftigungspolitisches Instrument der Europäischen Union. Dennoch müssen noch Hindernisse überwunden werden, um den Weg zu einer effizienten Zusammenarbeit zwischen Kärnten und Friaul-Julisch-Venetien zu öffnen. Eines dieser Hindernisse stellen die unterschiedlichen Bildungssysteme und Angebotsstrukturen von Qualifizierungsmaßnahmen dar. Diese sollen auf vergleichender Basis gegenübergestellt werden. Ziel ist es den AkteurInnen (ArbeitnehmerInnen, ArbeitgeberInnen, BeraterInnen u.A.) eine praxisorientierte Grundlage zur Erhöhung der Transparenz von erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten anzubieten. Aufgabe des öibf war es ein zweisprachiges BeraterInnenhandbuch (deutsch/italienisch) rund um die Frage zu erarbeiten: Ist der erzielte (oder der zu erzielende) Abschluss im jeweils anderen Land gültig und welche Befähigungen bzw. Berechtigungen sind damit verbunden?Diese Frage war gemäß der Anerkennungsrichtlinien der Europäischen Union für zahlreiche zumeist reglementierte Berufe abzuklären. Nicht so einfach ist dies bei beruflichen Kompetenzen, die nicht im postsekundären oder tertiären Bildungssegment erworben werden, oder durch berufliche bzw. berufsbezogene Weiterbildung angeeignet werden. Das Handbuch enthält neben Grafiken und Beschreibungen auch ein zweisprachiges Glossar sowie zahlreiche Adressen und Links.

Projektlaufzeit: Februar bis Dezember 2001
Projektteam:
Regina Demml, Peter Schlögl, Ingrid Putz