öibf - Österreichisches Institut für Berufsbildungsforschung

[ URL: http://www.oeibf.at/db/calimero/../index.php?class=Calimero_Article&id=15347 ] [ Datum: 18.08.2017 ]

Erasmus+ Projekt CoTraiN – creating Collaborative Training Networks

  

Der Versuch, Qualifikationslücken zu bewältigen, ist eines der Hauptziele der aktuellen Berufsbildungspolitik. Auch nach einer dualen Ausbildung verfügen Lehrlinge, die sich bei einem anderen Arbeitgeber bewerben nicht immer über all jene Kompetenzen verfügen, die mit den Anforderungen des neuen Arbeitgebers übereinstimmen. Warum? Vor allem, weil der Lehrbetrieb nicht in der Lage ist , alle Berufsbildpositionen gleichermaßen in ausreichendem Maß abzudecken. Dies trifft vor allem auf KMUs zu. Daraus ergeben sich mehrere Problemlagen:

Die Problemlagen betreffen das "klassische" duale Ausbildungsmodell: ein Lehrling, ein Unternehmen.

Einige Länder (Österreich, Deutschland, Schweiz) haben in der Form von Ausbildungsverbünden gute Alternativ- und Komplementärmodelle entwickelt. Eine kollaborative Ausbildung bedeutet, dass ein Unternehmen die Lehrlingsausbildung zusammen mit einem oder mehreren anderen Unternehmen durchführt.

Im Projekt CoTraiN begleiten und unterstützen österreichische (öibf) und deutsche Einrichtungen (inab) als Coaching Partners belgische (CEPAG, IFAPME, CEFA) und italienische Partner (Centroform) bei der Vorbereitung und Durchführung von Pilotprojekten im Bereich Ausbildungsverbünde. Darüber hinaus wird im Rahmen des Projekts ein methodisches Handbuch und ein didaktisches Video zum Thema „Ausbildungsverbünde" erstellt. Diese Werkzeuge werden ab Frühjahr 2019 verfügbar sein.