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08/21/09  (oeibf)

GegenŘberstellung von Lehrstellenangebot und -nachfrage

Die Situation am Lehrstellenmarkt zeigte sich in Österreich in den 90er Jahren zum dritten Mal in der zweiten Republik sehr angespannt. In den 50er Jahren reagierte man mit einem Jugendeinstellungsgesetz, zu Beginn der 80er Jahre (in Folge sehr starker Geburtenjahrgänge) mit umfangreichen Förderungen zur Lehrlingseinstellung im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Der rückläufige Anteil der dualen Ausbildung an der Bildungsbeteiligung im Anschluss an die Schulpflicht wurde durch die zu dieser Zeit einsetzende Expansion des berufsbildenden mittleren und höheren Schulwesens überlagert. Dies hat neben der demographischen Entwicklung (in den nächsten Jahren sind weiterhin für rund 95.000 bis 99.000 Jugendliche nach Beendigung ihrer Schulpflichtzeit Bildungsangebote bereit zu stellen) auch strukturelle Gründe innerhalb der Arbeitswelt (Tertiärisierung, Regionalisierung, Globalisierung, neue Produktions- und Fertigungsmethoden, Informationstechnologie u.v.m.). Angebotsseitig stellt sich die Entwicklung am Lehrstellenmarkt für die Situation nach den Sommermonaten derart dar: Die demografische Entwicklung lässt auch in den nächsten Jahren keine Entlastung in der entsprechenden Alterskohorte erwarten. Das Arbeitsmarktservice Österreich geht davon aus, dass bei einer Stabilisierung der Lehrlingsquote knapp über 40% der Altersjahrgänge erst nach 2008 ein Rückgang der Lehrlinge im ersten Lehrjahr zu erwarten sein wird. Nach einem Überblick über den Stand des Lehrlingsangebots- und -nachfrageverhältnisses von sehr häufig erlernten Lehrberufen per Dezember 2000 wird auch die Entwicklung der Quote während der letzten Jahre betrachtet werden. Herangezogen werden sowohl Berufsgruppen (Klassifizierung nach berufssystematischen Kennziffern) als auch einzelne, häufig erlernte Lehrberufe.

Projektlaufzeit: Dezember 2000 bis März 2001
im Auftrag der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien
Projektteam:
Peter Schlögl, Regine Wieser